58. Deutsches Mozartfest 2008 - "Klassik und Moderne"

Sächsisches Mozartfest 2009

Ein Konzert der Spitzenklasse mit international herausragenden Künstlern Chorkonzerte krönten das musikalische Mai-Festival
Deutsches Mozartfest „Klassik und Moderne“ in Sachsen und Bayern zählte fast 30.000 Besucher/75 Veranstaltungen in drei Wochen/Ermutigung zum Experiment

Zwei festliche Chor-Konzerte – ein Novum in der Geschichte des Deutschen Mozartfests - krönten am letzten Mai-Wochenende 2008 das Festival. Der Dresdner Kammerchor unter Leitung von Hans-Christoph Rademann interpretierte am Sonnabend ( 31. Mai 2008) in der Kreuzkirche Chemnitz Werke aus dem 16., 18. und 20. Jahrhundert von Le Jeune, Mozart und Messiaen sowie am Sonntag (1. Juni 2008) in der bayerischen Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen.

Die Sächsische Mozart-Gesellschaft e. V., verantwortlich für die 57. Ausgabe des renommierten deutschen Musikfestivals, wagte weitere Neuheiten. Unter dem Motto „Klassik und Moderne“ wurde erstmals über drei Mai-Wochen länderübergreifend in den sächsisch-bayerischen Städtedreiecken Chemnitz-Leipzig-Dresden und Bamberg-Bayreuth-Nürnberg musiziert. Insgesamt 1.500 sächsische, fränkische und internationale Ensembles und Solisten wirkten an 48 Veranstaltungsorten mit, darunter in der Frauenkirche Dresden, in Schloss Seehof Bamberg, auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände Nürnberg und in dem erst im Vorjahr eingeweihten Gunzenhauser-Museum Chemnitz.

75 Konzerte, Lesungen, Performances, Theater- und Puppenspielaufführungen, fanden statt. Die Ehrung mit dem sächsischen Mozartpreis ging an den Leipziger David Timm, Pianist, Organist, Jazzmusiker, Dirigent und wohl jüngster Universitätsmusikdirektor Deutschlands.

Fast 30.000 Besucher, darunter aus Österreich, Italien, Griechenland und Frankreich, genossen das exquisite musikalische Maiprogramm. Mehrfach waren Konzerte - so in Schloss Proschwitz (bei Dresden), Villa Esche Chemnitz oder Orangerie Erlangen -Tage im Voraus ausverkauft. Die eigenwillige Opern-Uraufführung „La grande Magia“ von Manfred Trojahn der Dresdner Semperoper fand bundesweit Aufmerksamkeit und sorgte für mediales Echo. Franz Streuber, Chef der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e. V., resümiert: „Unser Konzept, geografische und musikalische Grenzen zu überschreiten, ist aufgegangen und ermutigt uns, in dieser Richtung weiter zu arbeiten, zu maßvollen Experimenten. Programm, Publikum und Künstler können so immer wieder zu neuen reizvollen Konstellationen zusammenfinden." "Klassik und Moderne" habe Spielraum gelassen für Interpretation und Improvisation, für das Zusammenführen von internationalen und regionalen Künstlern in ihrer Eigenart. Ein Konzert des russischen Hornisten und Solisten in residence Arkady Shilkloper mit Chemnitzer Musikern, so Franz Streuber, das auch die erstaunliche Akustik einer alten Fabrikhalle offenbarte, sei dafür ein eindrucksvolles Beispiel.

Die Deutsche Mozart-Gesellschaft e.V. mit Sitz in Augsburg vergibt seit 1952 das jährlich stattfindende Deutsche Mozartfest an eine Stadt oder Mozartgemeinde. In diesem Jahr richtete die Sächsische Mozart-Gesellschaft e. V. mit Sitz in Chemnitz das Fest bereits zum dritten Male aus.