im Städtedreieck Chemnitz-Leipzig-Dresden
7.-24. Mai 2010

Netzwerke zu knüpfen und verstehbar zu machen – das ist das Ziel des Sächsischen Mozartfestes „Netzwerk Mozart II“. Vom 7. bis zum 24. Mai 2010 bietet das Musikfestival im Städtedreieck Chemnitz–Leipzig–Dresden etwa 45 Veranstaltungen für ein breites Publikum: In Sinfonie- und Kammerkonzerten, bei Opern, Vorträgen, Lesungen, einem Familientag im Tierpark Chemnitz mit dem „Karneval der Tiere“ und einer Nachtwanderung oder bei Tanzworkshops sollen Kinder und Erwachsene gemeinsam erleben können, wie Musik bereichert. Die Karten für die meisten Veranstaltungen sind über die Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V. und im Ticketshop der Freien Presse erhältlich.
Der Mozartpreis der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V. wird dieses Jahr im Eröffnungskonzert an den Dirigenten Niksa Bareza vergeben. Das Programm und die Interpreten verdeutlichen den Netzwerkgedanken dadurch, daß sich Musiker aus den sächsischen Spitzenorchestern eigens für Netzwerkorchester II zusammenstellen und die musikalische und verwandtschaftliche Beziehung zwischen Amadé Mozart und seinem Vater Leopold hörbar machen. Als geniale Netzwerker und Musikpädagogen des 18. Jahrunderts wirkend, verbinden sich deren Sinfonie, Divertimento und Sinfonia pastorella (mit originalem Hirtenhorn statt üblicherweise mit Alphorn ausgeführt, Solist Stephan Katte) zur Gegenwart durch die experimentelle Lust am Ausprobieren von TUYA Klangwerk (E-Bratsche, Percussion, Alphorn), die sich mit zarten Brechungen und unmittelbaren Improvisationen einweben wird.
Netzwerke, das beinhaltet in diesem Jahr auch ein konzentriert-reduziertes Ankündigungs- und Programmheft. Das bedeutet weniger Papier, nicht aber weniger Inhalt und Idee! Über das moderne Netz www.mozart-sachsen.de und umfangreiche Verlinkungen sind Interessierte einladen, sich ausführlicher zu informieren.
Im Rückblick auf über 200 Jahre Mozart-Wahrnehmung werden am 9. und 22. Mai die drei großen Instrumentalschulen des 18. Jahrhunderts für Flöte, Klavier und Violine vorgestellt. Am 9. und 15. Mai musiziert die Sächsische Bläserakademie Werke aus den musikalischen Metropolen des 18. Jahrhunderts. Die Aufführungen der Zauberflöte in der Semperoper Dresden, dem Opernhaus Leipzig und dem Goethetheater Bad Lauchstädt bieten die Möglichkeit zum Vergleich der Inszenierungen in Sachsens Festspielhäusern. Besondere Glanzlichter sind die Veranstaltungen zum Pfingstfest mit Meisterwerken der Kammermusik und dem festlichen Abschlusskonzert am 24. Mai in der Kreuzkirche Chemnitz , die das Mozartfest abrunden.
Die Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V. arbeitet mit den Mozartvereinigungen in Prag, Rovereto, Saou, Klausenburg, Wien und Salzburg zusammen und freut sich über das neu aufgebaute Netzwerk zur Mozartvereinigung in St. Petersburg. Ein wichtiges Anliegen ist auch die Kooperation mit den anderen Veranstaltern und Partnern klassischer Musik in Mitteldeutschland.
Das Sächsische Mozartfest ist nur möglich durch die vielfältigen Partnerschaften und Unterstützungen von Förderern und Sponsoren, insbesondere durch die Stadt Chemnitz die Sparkassen-Versicherung Sachsen und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Letztere wählte das Sächsische Mozartfest unter rund 60 Interessenten und schließlich sieben Antragstellern für eine Konzeptförderung der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen aus. So erhält das Klassikfestival neben dem Musikfest Erzgebirge und Sandstein und Musik drei Jahre lang eine kontinuierliche Förderung durch die Stiftung.
Zur Geschichte des Mozartfestes
Jedes Jahr findet das Sächsische Mozartfest statt. 2008 hatte der Verein bereits zum dritten Mal die Ehre, das Festival als Deutsches Mozartfest auszurichten. Mehr Informationen.