Mozartpreisträger 2010 - Niksa Bareza

Niksa Bareza - Mozartpreisträger 2010

Niksa Barezas Verbundenheit mit der Stadt Chemnitz ist mit seinem langjährigen Wirken (2001 bis 2007) als GMD der Robert-Schumann-Philharmonie und der Oper Chemnitz eng verknüpft. Im Rahmen des Eröffnungskonzertes des Sächsischen Mozartfestes 2010 am 7. Mai in der Chemnitzer Kreuzkirche wurde Niksa Bareza mit der Verleihung des Mozartpreises der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V. 2010 für seine Verdienste um die Pflege des Mozartschen Werkes und sein künstlerisch prägendes Wirken für die sächsische Musiklandschaft geehrt.
In Chemnitz dirigierte er „Idomeneo“, in den sinfonischen Konzerten und Kammermusikprogrammen gab er Mozarts Werk seine behutsam sorgfältige Handschrift. In besonderer Erinnerung bleiben die herausragenden Begegnungen mit dem Geiger Gilles Apap, dem Wiener Glasharmonika-Duo und die CD-Einspielung „Gran Partita“ mit der Sächsischen Bläserakademie während des Sächsischen Mozartfestes. Andernorts leitete er die Neuproduktion von Mozarts „Idomeneo“ am Nationaltheater Zagreb und war Gastdirigent beim Mozarteum Orchester Salzburg. Dem feinfühlig leidenschaftlichen Meister ist Mozart eine tragende, immer gegenwärtige Inspirationskraft. Mit fünf hoch gelobten Aufführungen des gesamten „Ring des Nibelungen“ und der Leitung wichtiger Opern von Strauss und Wagner wie „Elektra“ und „Ariadne auf Naxos“ hat er profilierend den Ruf von Chemnitz als eine Stadt, die künstlerische Aufmerksamkeit verdient, wesentlich mitgestaltet. Mit anerkannter Qualität dirigierte der gebürtige Kroate in den Chemnitzer Sinfoniekonzerten Aufführungen wie „As I Crossed a Bridge of Dreams“ von Peter Eötvös und setzte hier ebenfalls Maßstäbe.
Ausgezeichnet wurde auch die internationale Anerkennung, die durch Kontakte zu namhaften Komponisten, etwa Carl Orff, Dmitri Schostakowitsch und Benjamin Britten, belegt wird. Niksa Bareza war erfolgreicher Gastdirigent in zahlreichen Städten; hier seien Zagreb, Wien, St. Petersburg und Florenz stellvertretend genannt. Des Weiteren ist er ständiger Gast an der Mailänder Scala und leitete dort eine Serie von „Tosca“- Aufführungen. Nicht zu letzt führte er die Robert‐Schumann‐Philharmonie zu und in renommierten Konzerthäusern u.a. in München, Düsseldorf, Frankfurt, Dresden, Berlin, Köln, Salzburg, Zagreb und Wien.

Lesen Sie hier die Laudation von Heidrun Sandmann zur Preisverleihung.

Die Mozartpreisträger der Vorjahre:

2009: Milada Jonášová
2008: David Timm