Die Zauberflöte

Oper von Wolfgang Amadé Mozart

Samstag, 15. Mai, 14.30 Uhr,
Samstag, 22. Mai, 14.30 Uhr,
Goethe-Theater Bad Lauchstädt, Parkstraße 18

Der Behauptung, Wolfgang Amadé Mozart habe seit etwa 1788 ein wenig von seiner kreativ-schöpferischen Kraft eingebüßt, kann man sein letztes Lebensjahr argumentativ entgegensetzen. 1791 komponierte er trotz der großen zeitlichen Belastung durch mehrere Aufträge und damit verbundenen Reisen, etwa nach Prag zur Krönung Kaiser Leopolds II. zum böhmischen König, große und rückblickend wichtige Werke, darunter ein Opus magnum: die zweiaktige Zauberflöte KV 620. Dieses Werk kündigte sich durch den Charakter der im Winter neben einer Vielzahl anderer kleiner Musikwerke entstandenen Lieder Der Frühling KV 597 und Das Kinderspiel 598 bereits musikalisch an. Kurz nach der Rückkehr aus Prag vervollständigte Mozart die Zauberflöte mit gebotenem Eifer und brachte sie, selbst als Dirigent agierend, am 30. September 1791 zu ihrer ersten Aufführung. Die Reaktion war bei der Premiere noch verhalten, doch steigerte sich zu einer erfolgsgarantierenden positiven Annahme durch das Publikum: Allein im Oktober fanden 24 Vorstellungen statt – ein singuläres Ereignis in Mozarts Leben. Heute hat sie den Status als Mozarts weltweit meistgespielte Oper inne.

Für die Vergleichbarkeit der Mozart-Inszenierungen innerhalb des Sächsischen Mozartfests sind die Opernaufführungen des Opernhauses Halle im Goethe-Theater Bad Lauchstädt als ein besonderer Beitrag an traditionsreicher historischer Aufführungsstätte eingebettet. 1791 übernahm Johann Wolfgang von Goethe die „Oberdirektion“ des von Herzog Karl August von Sachsen-Weimar gegründeten Hoftheaters in Weimar. Da mit etwa 40 Sommeraufführungen in Lauchstädt ebensoviel Einnahmen wie mit 100 Vorstellungen in Weimar erzielt werden konnten, kaufte die Hoftheaterkommission das Lauchstädter Theater. Am 13. Juni 1791 debütierte hier das Weimarer Hoftheater, und zwar, wie auch in den kommenden Jahren, mit Stücken des Weimarer Winterrepertoires.
Die Weimarer Aufführungen von Mozarts „Die Zauberflöte“ und „Don Giovanni“ sowie anderen Werken in Lauchstädt bewirkten zusammen mit dem literarischen Ruf des Theaterleiters Johann Wolfgang von Goethe seinerzeit einen nie dagewesenen Zustrom des Publikums in den reizvollen Theaterbau in Bad Lauchstädt. Erleben Sie auch heute das tiefgründige Werk Wolfgang Amadé Mozarts in der Schönheit des intimen Theaterbaus und genießen Sie die Annehmlichkeiten der historischen Kuranlagen in der Goethestadt Bad Lauchstädt!

Die Opernaufführungen in Leipzig, Dresden und Bad Lauchstädt laden ein zu Wiederbegegnung, Vertiefung und zum Vergleich.

Veranstalter:
Eine Produktion des Opernhauses Halle

Eine Veranstaltung des Goethe-Theaters Bad Lauchstädt
Tel. 034635/78 216, E-Mail: besucher@goethe-theater.com

Eine Veranstaltung im Rahmen des Sächsischen Mozartfestes durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

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