
Kolja Lessing ist einer der vielseitigsten Musiker unserer Zeit. Als Geiger und Pianist hat er durch seine Verbindung von interpretatorischer und wissenschaftlicher Arbeit dem Musikleben prägende Impulse verliehen. Deshalb ernennen ihn die Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V. und die Villa Esche zum artist in residence 2009. Unter diesem Titel präsentiert er eine Kammerkonzertreihe in der von Henry van de Velde erbauten Jugendstilvilla Esche in Chemnitz. Weiterhin vermittelt er talentierten Musikschülern in einem Chemnitzer Meisterkurs Denkanstöße, neue interpretatorische Einsichten und technische Hinweise. Aktuelle Termine
Durch Kolja Lessings Einsatz wurden zum Beispiel Georg Philipp Telemanns Violinfantasien und Johann Paul Westhoffs Violinsuiten ebenso für den Konzertsaal wiederentdeckt wie auch viele bedeutende Klavierwerke von Komponisten des 20. Jahrhunderts. In Anerkennung seines Engagements für verfemte Komponisten wurde ihm 1999 der Johann-Wenzel-Stamitz-Sonderpreis verliehen.
International ausgezeichnete CD-Produktionen dokumentieren diese stilistisch differenzierte Auseinandersetzung mit dem Repertoire des Barocks bis hin zur Moderne, das Standardwerke wie Raritäten gleichermaßen umfasst.
Kolja Lessings weltweite Konzert- und Aufnahmetätigkeit als Geiger und Pianist beinhaltet sowohl die Zusammenarbeit mit führenden Orchestern unter Dirigenten wie Yakov Kreizberg, Nello Santi und Lothar Zagrosek als auch verschiedenste kammermusikalische Projekte.
Zahlreiche Uraufführungen von Violinwerken, die Komponisten wie Haim Alexander, Abel Ehrlich, Jacqueline Fontyn, Berthold Goldschmidt und Hans Vogt eigens für Kolja Lessing schrieben, spiegeln sein internationales Renommee ebenso wie regelmäßige Einladungen zu Meisterkursen in Europa und Nordamerika.
Als Komponist widmet sich Kolja Lessing bevorzugt kammermusikalischen Formen lyrischer Prägung. Zu den Interpreten seiner Werke, die von Rundfunkanstalten in Deutschland und der Schweiz auch produziert wurden, zählen Wolfgang Meyer und Hansheinz Schneeberger.
Seine grundlegende musikalische Ausbildung erhielt Kolja Lessing bei seiner Mutter und später bei Hansheinz Schneeberger in Basel, wo er sich auch kompositorischen Studien widmete. Prägende künstlerische Anregungen gewann er darüber hinaus aus der Zusammenarbeit mit Berthold Goldschmidt, Ignace Strasfogel und Zoltán Székely.
Bereits 1989 wurde er selbst als Professor für Violine und Kammermusik an die Würzburger Musikhochschule berufen; seit dem Jahre 2000 wirkt er in gleicher Funktion an der Musikhochschule Stuttgart.